Über Chancen und Gefahren

Da sowieso jeder über die aktuelle Lage spricht, schließe ich mich dem einfach mal an… 😀

Wir sind jetzt als Campus unter Quarantäne. Was das heißt? Wir verlassen den Campus nur noch für Spaziergänge im Wald und Lehrer*innen sowie andere Menschen, die nicht auf dem Campus leben, dürfen das Gelände nicht mehr betreten. Normale Unterrichtsstunden gibt es nicht mehr, da Schulen in Baden-Württemberg wie auch in anderen Bundesländern geschlossen wurden. Stattdessen haben wir Aufgaben bekommen und werden voraussichtlich zukünftig Online-Unterricht haben, insofern das Internet mitspielt… Das zickt nämlich gerade etwas rum.

Diese Zeit bringt auf dem Campus gemischte Gefühle mit sich. Viele machen sich Sorgen um ihre Familie und Freund*innen; manche entscheiden aus den unterschiedlichsten Gründen nach Hause zu fahren und müssen daher Abschied nehmen (die Second-Years werden wir hier wohl nicht wiedersehen, die First-Years sind auch erstmal eine Weile weg). Was mir dazu einfiel, war ein Zitat von Wolfram Eicke: „Abschied heißt was Neues kommt, denn anderswo gibt’s ein Hallo. Abschied heißt was Neues kommt, Abschied heißt: Hallo!“ und vielleicht (bzw. hoffentlich) sieht man sich ja mal irgendwo wieder.

Auf der anderen Seite haben wir jetzt mehr Zeit füreinander und dadurch dass wir hier alle „eingesperrt“ sind, ergeben sich auch ganz neue Möglichkeiten. Neben einem Lichterabend, bei dem jeder mit einer Kerze nach vorne kommen und etwas sagen konnte und einem Konzert des Schulorchesters, ist es allgemein lebendiger und geselliger. Neue Menschen finden zueinander, quatschen, genießen das schöne Wetter und der Stress, der hier sonst so vorherrschend ist, ist kaum noch spürbar.

Diese Zeit bringt neben Gefahren also auch einige Chancen. In diesem Sinne: Alles Gute und bis bald! 🙂

Besuch und andere erfreuliche Dinge :))

Hallöle! Von mir gibt´s ein kleines Update… Erstmal das, was man im Bild natürlich direkt sieht: Jop, ich mag Schals! Achso, das war ja gar nicht der Punkt (haha, wie witzig Debora). Ich habe jetzt kurze Haare. 🙂 Ich habe mir vor drei Wochen eine Glatze machen lassen. Geplant war das schon lange und ich hatte meiner Schwester sogar versprochen, dass sie das machen darf, falls ich bei UWC angenommen werde, aber dann war ich doch nicht mutig genug. Nachdem ich neulich davon geträumt habe, ging ich es dann endlich an und fünf Leute haben abwechselnd daran gearbeitet. Ich fühle mich damit jetzt richtig wohl, denn ich habe das Gefühl, dass mir diese Veränderung etwas mehr Selbstbewusstsein gibt. Außerdem ist es schön und praktisch – was will ich mehr?

Von Donnerstag bis Samstag hatte ich Besuch von meiner Mutter, was ziemlich ungewohnt aber auch sehr nett war! Wir haben gekocht, sind spazieren gegangen, ich habe sie auf dem Campus herum geführt… Samstag und Sonntag hatte ich außerdem Chorproben für ein Konzert am nächsten Wochenende: Die Matthäuspassion von Bach im Münster – ahhh, ich freue mich schon sehr! Während des Besuchs meiner Mutter war das Wetter irgendwie nicht so freiburgerisch (das Wort existiert ab sofort, okay?!), doch heute kam die Sonne wieder raus, was ich als Einladung gesehen habe, nach der Chorprobe durch die Dreisam zu waten, am Flussrand Gedichte zu schreiben und abends draußen zu essen. Was für ein schönes Wochenende! Ich bin voller positiver Energie und Dankbarkeit!

Bin wieder zurück

Also hallo erstmal. Ein Monat und eine Gehirnerschütterung (blöder Fahrradsturz) sind vergangen, seit ich wieder in Freiburg bin. Bisher bin ich in diesem Halbjahr leider noch nicht dazugekommen etwas zu schreiben, da mir Zeit und Muße gefehlt haben.

Im letzten Monat war aber auch einiges los. Das zweite Semester hat angefangen und das fühlt sich irgendwie anders an. Ich bin hier jetzt wirklich wirklich Zuhause und kenne mich gut aus, auch wenn das immer mal wieder auf die Probe gestellt wird. Neben den Aktivitäten, die ich auch schon im letzten Halbjahr ausgeführt habe, leite ich jetzt mit zwei anderen Menschen einen Chor am College, damit auch hier ein bisschen mehr Musik gemacht wird. Mal sehen, wie das so weitergeht… Außerdem war hier Winterball, ein nettes Jazz-Konzert, der Abgabetermin unseres Themenvorschläge für das Extended Essay (sowas wie eine Facharbeit) und ein weiter Special Focus Day mit dem Schwerpunkt Sustainability (Deutsch: Nachhaltigkeit), bei dem wir in Kleingruppen an verschiedenen Themen und Projekten gearbeitet haben, um unseren Campus so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Dabei ging es um Themen wie Reisen, Essen, Konsum und Biodiversität. Das Projekt wird in dieser Art auch weitergeführt, damit möglichst viele Ideen letztlich umgesetzt werden können.

Letzte Woche war dann unsere Projektwoche für dieses Halbjahr. Dieses Mal habe ich mit einer Freundin zusammen selbst etwas organisiert. „Ski ya later!“ war das Motto unserer Projektwoche, bei der wir im Schwarzwald versuchten, Ski zu fahren. Leider war dies nur für einen Tag möglich, da wir ansonsten nicht genug Schnee hatten, aber was soll´s. Für eine Schneeballschlacht und ein Bad im Schnee hat es allemal gereicht. Dafür haben wir es uns in unserer Unterkunft umso gemütlicher gemacht. Meine Hauptbeschäftigungen über die Woche waren besonders kochen, backen, Gedichte schreiben und Klavier spielen – eine schöne Ablenkung vom Schullalltag. Seit dem Wochenende sind wir nun aber wieder zurück auf dem Campus.

Ich denke zurzeit viel an alle Menschen, die ich gerade nicht sehen kann – besonders an dich, Oma!

Zum Abschluss teile ich noch ein Bild vom Ausblick, den ich aus dem Fenster meines Zimmer habe. Nachdem meine Roomie aus Gesundheitsgründen zu Ende des ersten Semesters nach Hause musste, habe ich ab heute übrigens eine neue Mitbewohnerin und bin nicht mehr allein. 🙂

Oh du fröhliche Debora

Ich hoffe sehr, dass die Anspielung auf das Weihnachtslied gelungen ist. Ansonsten weißt du es jetzt… Es ist jedenfalls bald Weihnachten, weshalb ich fröhlich bin, da dies auch mit Ferien verbunden ist. Das heißt wiederum, dass ich mal wieder nach Hause fahren kann. Die Ferien fingen gestern an. Am Abend vorher hatten wir noch ein festliches Weihnachtsessen und dann sind auch schon die ersten Menschen zu ihren Familien, Gastfamilien oder Mitschüler*innen gefahren, um dort die Ferien zu verbringen. Ich habe vorher noch einige Briefchen auf dem Campus verteilt, um mich bei Menschen zu bedanken, die die letzten Monate für mich in besonderer Weise positiv geprägt haben. Zuhause angekommen ist mir erstmal aufgefallen, wie geschafft ich eigentlich bin und da ich gerade keinen Wecker habe, habe ich für 13 Stunden geschlafen, aber das war wohl auch nötig. Ich freue mich auf die bevorstehende Zeit, da Zeit mit der Familie und Freund*innen, sowie singen und eine Fahrt nach Wroclaw (zum Taizé Neujahrstreffen) und danach Münster bevorsteht.

Deswegen sagt die gerade echt frohe Debora erstmal auf Wiedersehen und wünscht dir damit auch schöne Feiertage und Zeit mit lieben Menschen!

Ich konnte es dieses Jahr leider nur hören und nicht singen, da mein neuer Bachchor das Weihnachtsoratorium nur alle zwei Jahre, abwechselnd mit Messias von G.F.Händel, aufführt.

Ein lustiger Tag

Heute möchte ich gerne teilen, was an diesem Sonntag so passiert ist, denn er war ereignisreicher, als ich das vorher geplant oder gedacht hatte. Nachdem ich mich um 9 Uhr entschied, noch nicht aufzustehen und lieber noch fünf Minuten im Bett liegen zu bleiben, machte ich um 12.14 Uhr (uppsiii…) die Augen auf und begann den Tag. Die Nacht zuvor hatte ich ein paar Menschen zu Besuch, mit denen ich einen Kinder-/Jugendfilm geschaut habe, was schöne Erinnerungen hervorgerufen hat. Beflügelt davon saß ich beim Brunch in der Mensa und fand zufällig heraus, dass ich für die falsche Person gewichtelt habe, da ich nicht wusste, dass eine Lehrerin mit dem gleichen Namen existiert (wir wichteln aber glücklicherweise bis Weihnachten). Naja, jetzt erfreue ich eventuell zwei Personen, das ist ja nicht ganz so schlimm. Nach dem Mittag beschloss ich dann, mit einer Freundin zusammen Hausaufgaben zu machen, was mehr oder wohl eher weniger gut funktionierte. Stattdessen fing ich an zu stricken und verlor einige Maschen, da ich gerade erstmals Socken stricke und sich da ein paar Komplikationen bei der Koordination von so vielen Nadeln aufgetan haben. Immerhin bin ich trotzdem sehr motiviert, die Socken morgen mit fachkundiger Hilfe zu retten… Nach einem Organisationstreffen für eine Projektwoche, die ich für das zweite Halbjahr mit einer Freundin plane, fand ich mich dann plötzlich neben einem Klavier wieder und machte ein wenig Musik. Danach war ich in Adventsstimmung und bereitete gebrannte Mandeln zu (so einfach und so lecker!!!). Es sind außerdem noch ein paar andere Dinge passiert, aber jedenfalls hat es dadurch insgesamt mit den Hausaufgaben nicht ganz so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Tag hat mir dafür aber echt gut getan. 🙂 Morgen ist ein weiterer Special Focus Day (siehe älterer Blogbeitrag), dieses Mal zum Thema Inequality (auf Deutsch: Ungleichheit). Der wird bestimmt sehr interessant, da dieses Thema Bestandteil vieler Diskurse ist und es zum Wohle vieler Menschen wichtig ist, darüber immer weiter zu reden und nach Lösungsansätzen zu suchen.

In zehn Tagen bin ich für die Weihnachtsferien wieder Zuhause, was komisch ist, aber ich freue mich gerade echt darauf! Letzte Woche haben meine Eltern mir ein sehr süßes Päckchen geschickt, um mir die Adventszeit im wahrsten Sinne des Wortes zu versüßen. Bis ich nach Eisenach fahre, werde ich deshalb ganz viel Tee trinken, da ich wieder einen Tee-Adventskalender habe. 😀

Zum Abschluss kann ich die folgende Playlist für gute Laune empfehlen, falls du Spotify hast. Wir haben hier einen kleinen „Fröhlichkeits-Club“ gegründet und wollen mit ihm dazu beitragen, dass es unseren Mitmenschen besser geht. Ich habe dafür diese Playlist erstellt. https://open.spotify.com/playlist/1ZKWzgw0oUoGBd0KzULacm?si=rQZseD-RQbW7cbFT7ygmEQ

Lebenszeichen und Block Week

Viel ist los und in mir, sowie um mich herum, ist ein ganz schönes Chaos. Aber ich bin am Leben, das ist schon mal ein guter Anfang. Dieses Wochenende ist zur Abwechslung mal ziemlich ruhig, denn am Montag startet die Block Week. Während dieser Woche gibt es einen anderen Stundenplan, keine CAS Aktivitäten und zwischendurch immer wieder Freizeit zum Lernen und Hausaufgaben machen, da vor allem die Second-Years einige Prüfungen und Tests schreiben und Hausarbeiten einreichen müssen. Jeder Unterrichtsblock dauert nach diesem besonderen Stundenplan drei Stunden, was eine tiefgründige und längere Arbeit in den einzelnen Fächern ermöglicht. So eine Woche gibt es in jedem Halbjahr. Ich freue mich eigentlich darauf, da zwischendurch bestimmt auch mehr Zeit als sonst für schöne Dinge sein wird – spazieren gehen zum Beispiel (mache ich gleich auch noch). Der Gedanke, dass in weniger als fünf Wochen schon Winterferien sind, ist ziemlich verrückt. Bis dahin ist natürlich immer was zu tun, aber ich werde versuchen, mich nicht von meinem Umfeld stressen zu lassen, sondern stattdessen mit Freude an die bevorstehenden Dinge heranzugehen.

Zum Abschluss gibt es mal wieder ein Bild von der schönen Aussicht, die man von meinem Haus hat. Ich mache hier echt wenig Bilder und von denen sind 90% von Sonnenuntergängen, aber die sind halt auch immer wieder besonders…

Ich würde sagen, Sonnenuntergang ist meine Lieblingsfarbe, hihi 🙂

Zuhause – Wo und was ist das?

Die letzte Woche war frei und ich war in meiner Heimatstadt. Es war schön, da ich Familie und Freundinnen wiedergesehen habe. Besonders schön war es, dass ich meinen dritten Neffen kennengelernt habe, der wirklich unglaublich knuffig ist. Neben einigen Verabredungen und meinem Geburtstag habe ich auch zwei meiner ehemaligen Chöre besucht und durfte sogar bei einer Kantate mitwirken. Am Freitag gab es nochmal Fridays For Future und einen Termin mit der Oberbürgermeisterin. Insgesamt war es also eine vollgepackte Woche mit vielen Eindrücken und Erfahrungen, aber es war auch irgendwie eine komische Woche. Da ich keinen wirklichen Alltag hatte, kam ich mir im Haus meiner Eltern die meiste Zeit eher wie ein Gast vor. Ob dieser Ort noch mein Zuhause ist, weiß ich nicht. Der Begriff Zuhause bedeutet für mich mehr als einfach nur dauerhaft an einem Ort zu leben, er umfasst für mich Vertrautheit, Geborgenheit und andere wohlige Gefühle. Ich fühlte mich während meiner Zeit in Eisenach wohl, keine Frage, aber trotzdem ist dort jetzt alles anders als vor meinem Umzug. Und auch hier am College habe ich nicht das Gefühl, wirklich Zuhause zu sein. Mal sehen, wie das alles weitergeht. Ich bleibe gespannt! 😀