Ein lustiger Tag

Heute möchte ich gerne teilen, was an diesem Sonntag so passiert ist, denn er war ereignisreicher, als ich das vorher geplant oder gedacht hatte. Nachdem ich mich um 9 Uhr entschied, noch nicht aufzustehen und lieber noch fünf Minuten im Bett liegen zu bleiben, machte ich um 12.14 Uhr (uppsiii…) die Augen auf und begann den Tag. Die Nacht zuvor hatte ich ein paar Menschen zu Besuch, mit denen ich einen Kinder-/Jugendfilm geschaut habe, was schöne Erinnerungen hervorgerufen hat. Beflügelt davon saß ich beim Brunch in der Mensa und fand zufällig heraus, dass ich für die falsche Person gewichtelt habe, da ich nicht wusste, dass eine Lehrerin mit dem gleichen Namen existiert (wir wichteln aber glücklicherweise bis Weihnachten). Naja, jetzt erfreue ich eventuell zwei Personen, das ist ja nicht ganz so schlimm. Nach dem Mittag beschloss ich dann, mit einer Freundin zusammen Hausaufgaben zu machen, was mehr oder wohl eher weniger gut funktionierte. Stattdessen fing ich an zu stricken und verlor einige Maschen, da ich gerade erstmals Socken stricke und sich da ein paar Komplikationen bei der Koordination von so vielen Nadeln aufgetan haben. Immerhin bin ich trotzdem sehr motiviert, die Socken morgen mit fachkundiger Hilfe zu retten… Nach einem Organisationstreffen für eine Projektwoche, die ich für das zweite Halbjahr mit einer Freundin plane, fand ich mich dann plötzlich neben einem Klavier wieder und machte ein wenig Musik. Danach war ich in Adventsstimmung und bereitete gebrannte Mandeln zu (so einfach und so lecker!!!). Es sind außerdem noch ein paar andere Dinge passiert, aber jedenfalls hat es dadurch insgesamt mit den Hausaufgaben nicht ganz so geklappt, wie ich mir das vorgestellt habe. Der Tag hat mir dafür aber echt gut getan. 🙂 Morgen ist ein weiterer Special Focus Day (siehe älterer Blogbeitrag), dieses Mal zum Thema Inequality (auf Deutsch: Ungleichheit). Der wird bestimmt sehr interessant, da dieses Thema Bestandteil vieler Diskurse ist und es zum Wohle vieler Menschen wichtig ist, darüber immer weiter zu reden und nach Lösungsansätzen zu suchen.

In zehn Tagen bin ich für die Weihnachtsferien wieder Zuhause, was komisch ist, aber ich freue mich gerade echt darauf! Letzte Woche haben meine Eltern mir ein sehr süßes Päckchen geschickt, um mir die Adventszeit im wahrsten Sinne des Wortes zu versüßen. Bis ich nach Eisenach fahre, werde ich deshalb ganz viel Tee trinken, da ich wieder einen Tee-Adventskalender habe. 😀

Zum Abschluss kann ich die folgende Playlist für gute Laune empfehlen, falls du Spotify hast. Wir haben hier einen kleinen „Fröhlichkeits-Club“ gegründet und wollen mit ihm dazu beitragen, dass es unseren Mitmenschen besser geht. Ich habe dafür diese Playlist erstellt. https://open.spotify.com/playlist/1ZKWzgw0oUoGBd0KzULacm?si=rQZseD-RQbW7cbFT7ygmEQ

Lebenszeichen und Block Week

Viel ist los und in mir, sowie um mich herum, ist ein ganz schönes Chaos. Aber ich bin am Leben, das ist schon mal ein guter Anfang. Dieses Wochenende ist zur Abwechslung mal ziemlich ruhig, denn am Montag startet die Block Week. Während dieser Woche gibt es einen anderen Stundenplan, keine CAS Aktivitäten und zwischendurch immer wieder Freizeit zum Lernen und Hausaufgaben machen, da vor allem die Second-Years einige Prüfungen und Tests schreiben und Hausarbeiten einreichen müssen. Jeder Unterrichtsblock dauert nach diesem besonderen Stundenplan drei Stunden, was eine tiefgründige und längere Arbeit in den einzelnen Fächern ermöglicht. So eine Woche gibt es in jedem Halbjahr. Ich freue mich eigentlich darauf, da zwischendurch bestimmt auch mehr Zeit als sonst für schöne Dinge sein wird – spazieren gehen zum Beispiel (mache ich gleich auch noch). Der Gedanke, dass in weniger als fünf Wochen schon Winterferien sind, ist ziemlich verrückt. Bis dahin ist natürlich immer was zu tun, aber ich werde versuchen, mich nicht von meinem Umfeld stressen zu lassen, sondern stattdessen mit Freude an die bevorstehenden Dinge heranzugehen.

Zum Abschluss gibt es mal wieder ein Bild von der schönen Aussicht, die man von meinem Haus hat. Ich mache hier echt wenig Bilder und von denen sind 90% von Sonnenuntergängen, aber die sind halt auch immer wieder besonders…

Ich würde sagen, Sonnenuntergang ist meine Lieblingsfarbe, hihi 🙂

Zuhause – Wo und was ist das?

Die letzte Woche war frei und ich war in meiner Heimatstadt. Es war schön, da ich Familie und Freundinnen wiedergesehen habe. Besonders schön war es, dass ich meinen dritten Neffen kennengelernt habe, der wirklich unglaublich knuffig ist. Neben einigen Verabredungen und meinem Geburtstag habe ich auch zwei meiner ehemaligen Chöre besucht und durfte sogar bei einer Kantate mitwirken. Am Freitag gab es nochmal Fridays For Future und einen Termin mit der Oberbürgermeisterin. Insgesamt war es also eine vollgepackte Woche mit vielen Eindrücken und Erfahrungen, aber es war auch irgendwie eine komische Woche. Da ich keinen wirklichen Alltag hatte, kam ich mir im Haus meiner Eltern die meiste Zeit eher wie ein Gast vor. Ob dieser Ort noch mein Zuhause ist, weiß ich nicht. Der Begriff Zuhause bedeutet für mich mehr als einfach nur dauerhaft an einem Ort zu leben, er umfasst für mich Vertrautheit, Geborgenheit und andere wohlige Gefühle. Ich fühlte mich während meiner Zeit in Eisenach wohl, keine Frage, aber trotzdem ist dort jetzt alles anders als vor meinem Umzug. Und auch hier am College habe ich nicht das Gefühl, wirklich Zuhause zu sein. Mal sehen, wie das alles weitergeht. Ich bleibe gespannt! 😀

Woran glaubst du?

Im heutigen Beitrag soll es um Glauben und Religion gehen. Ein paar Mal im Jahr gibt es am RBC sogenannte ´Special Focus Days` – Projekttage, bei denen ein großes Thema im Mittelpunkt steht. Am ersten Special Focus Day sprachen wir über Religionen – alle die man sich nur vorstellen kann. Wir hatten Referent*innen zu Besuch, aber genauso sprachen auch einige Schüler*innen über Religion, Glauben und Spiritualität, auf Grundlage von angeeignetem Wissen oder eigenen Erfahrungen.

Jeder von uns nahm an zwei Seminaren teil. Ich war in einem Seminar zum Bahaitum, im Zweiten zum Sunni Islam, sowie bei einem Workshop, bei dem wir Geh-Meditation ausprobierten. Abgesehen davon hörten wir uns ein paar Vorträge an und es gab zwischendurch immer wieder gute Gespräche über die neuen Erkenntnisse und Gedanken.

Religion spielt am College im Hintergrund eine größere Rolle, als ich es vorher gedacht hätte. Das liegt daran, dass zur Kultur der Schüler*innen auch ihre religiöse Erziehung und Prägung beiträgt. So wird mir das auch in Gesprächen über Themen wie Homosexualität klar. Nicht überall wird dieses Thema diskutiert und schon gar nicht akzeptiert. Am Anfang hat mich das etwas schockiert, aber was habe ich eigentlich erwartet? Natürlich sind wir alle unterschiedlich sozialisiert worden und bringen deswegen verschiedene Weltanschauungen mit, teilen aber ebenso gewisse Werte, wie das Streben nach Frieden und Nachhaltigkeit. Das macht unsere Gemeinschaft doch letztendlich interessant und ich hoffe, dass ich in der kommenden Zeit die Möglichkeit haben werde, viele offene und bereichernde Gespräche zu kontroversen Themen wie diesem führen zu können.

Expand your mind – Meine erste Projektwoche

Ich habe so unglaublich viel zu erzählen, aber komme gerade nicht so wirklich zum Schreiben, da so viel los ist und ich immer noch an meinem Zeitmanagement in dieser neuen Umgebung arbeite. Ich hatte mir vorgenommen hier zu schreiben, bevor Erlebnisse zu Erinnerungen werden, aber zurückblickend war das wohl etwas zu ambitioniert.

Wie dem auch sei, ich möchte jetzt auf jeden Fall ein bisschen von meiner ersten Projektwoche erzählen. Ich habe mich für ein Projekt entschieden, für welches wir im schönen Schwarzwald, genauer in Bernau, blieben. Neun Leute, ein Haus (eine Art Jugendherberge) und einige Texte, die wir über die Woche verteilt gelesen haben. Die Texte waren komplett unterschiedlich, es ging zum Beispiel um Kommunikation, Achtsamkeit und Glück/Freude. Unsere Lektüre nutzten wir danach jeweils für Austausch oder Diskussionen, was zu einem tieferen Verständnis und neuen Gedanken beitragen sollte. Abgesehen davon haben wir zum Beispiel Spaziergänge gemacht, zusammen gekocht und hatten aber vor allem auch Zeit für uns, die wir eigenständig nutzen konnten. Ich habe ein sehr interessantes Buch gelesen und sehr sehr viel reflektiert. Bei all den vielen Sachen um mich herum tat es mir gut, mal an einem anderen Ort zu sein, um mir einen Überblick über das Chaos zu verschaffen.

Habe ich schon von unserer tollen Unterkunft geschwärmt? Wir waren die Woche über die einzigen Gäste, nur am ersten Abend war dort eine große Geburtstagsfeier, zu der wir auch spontan eingeladen wurden. So eine tolle Stimmung, gute Musik zum Tanzen und Abschalten – rundum ein gelungener Start. Es erinnerte mich von der Atmosphäre an das Wohnzimmer eines Kumpels in Freiburg, bei dem ich den Abend zuvor war. Wir hatten ab dem Tag nach der Feier also nicht nur eine Menge Platz, die Besitzer*innen waren sowieso nett und alles war kuschelig eingerichtet.

Ich möchte nicht zu sehr schwärmen, sonst werden manche sicher noch neidisch. Aber es war einfach eine wunderbare Projektwoche, aus der ich einige Gedanken mitgenommen habe und immer noch in mir trage.

Open Day

Inzwischen ist der Open Day/Tag der offenen Tür, welcher gleichzeitig auch die Feier des 5-jährigen Jubiläums unserer Schule war, schon einige Tage her. Es war echt ein schöner Tag! Meine Aufgabe bestand darin, mit ein paar Mitschülerinnen zusammen die Kinderbetreuung oder viel mehr „Kinderbespaßung“ zu übernehmen. Es gab Kinderschminken, malen, sowie Origami. Gemeinsam mit den Kindern und auch ein paar interessierten Erwachsenen habe ich Origami gemacht und schöne Gespräche geführt, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Durch das ganze Basteln habe ich jetzt auch Deko für mein Zimmer. 😀

Am Open Day kamen neben Freiburger*innen und weiteren Gästen auch viele Eltern, um ihre Kinder zu besuchen. Auch ich hatte Besuch von meinem Vater, der mit seinem Patenkind nach Freiburg geradelt ist. Es war irgendwie schön, mal wieder ein vertrauteres Gesicht zu sehen, da sich hier ja alles erst entwickelt und wir gerade beginnen, uns besser kennenzulernen. Am Abend haben wir dann noch leckeres Essen in Freiburg genossen und ich kam gar nicht mehr aus dem Erzählen raus.

Nun ist schon mehr als ein Monat am College vergangen… In drei Wochen sind schon Herbstferien. Irgendwie hab ich es immer noch nicht ganz realisiert. 😀

Auf Entdeckungstour im Schwarzwald

Am vergangenen Wochenende haben wir First-Years den Campus mal ein bisschen länger verlassen und so die Chance gehabt, etwas von der Umgebung zu sehen. Ich muss schon sagen, dass der Schwarzwald wunderwunderschön ist und ich mich echt in die Natur verliebt habe! Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt und waren dann auf unterschiedlichen Wegen (wandernd und radelnd) zu einem Zeltplatz unterwegs. Dort angekommen haben wir gekocht und den Abend am Lagerfeuer verbracht, was wirklich toll war.

Inzwischen liegt schon wieder eine Schulwoche hinter mir. Morgen/heute ist Sommerfest bzw. Open Day und auch der 5-jährige Geburtstag unseres Colleges. Neben einer Show mit verschiedenen kulturellen Beiträgen gibt es traditionelles Essen aus einigen Ländern, Campus-Touren und so weiter. Es wird sicherlich noch bunter und lauter, als es sowieso schon ist, aber ich freu mich drauf! 🙂