Eid Mubarak

Der wichtigste Monat für Muslim*innen ist Ramadan. Über diesen Monat wird tagsüber auf Essen und Trinken verzichtet und es geht viel darum, eine engere Verbindung mit Gott aufzubauen und sich selbst weiterzuentwickeln. Ich habe mich dieses Jahr entschieden, Ramadan mitzuerleben. Dafür gab es verschiedene Gründe. Erstens wollte ich dadurch Solidarität für die Fastenden zeigen, zweitens mehr über die Religion erfahren, indem ich nicht nur über sie höre, sondern diesen wichtigsten Monat selbst erfahre. Der dritte Grund ist, dass die Idee von Selbstentwicklung während Ramadan meiner Meinung nach wunderschön ist.

Wejden und Sezim in ihrem Nationalkostüm und ich… naja, ich hab´s versucht.

Als mein Vater von meinen Plänen erfahren hat, meinte er: „Töchterchen – trinken!“. Entschuldigung Papa, aber ich habe nicht auf dich gehört – zum Glück, wie ich jetzt sagen kann.

Tatsächlich war es auch gar nicht so hart, wie ich es mir vorher vorgestellt habe. Ich dachte, dass es schwer wird ohne Trinken auszukommen, aber wenn man nachts genügend trinkt, ist das überhaupt kein Problem. Manchmal war ich schon hungrig oder durstig, aber das fiel mir eigentlich nur auf, wenn Essen oder Trinken in meiner Nähe war oder ich Zeit in der Sonne verbracht habe.

Über den Monat habe ich bewusst und unbewusst viel gelernt. Mir ist aufgefallen, dass mein Körper eigentlich gar nicht so viel braucht, wie ich ihm täglich gebe und mein Umgang mit Essen wurde bewusster, unter anderem auch weil wir täglich selbst gekocht haben. Tagsüber war ich meist fokussierter, ausgeglichener und hatte mehr Zeit, was sich gut angefühlt hat. Ich bin allgemein wirklich dankbar dafür, immer Essen und Trinken zur Verfügung zu haben und dahingehend nicht leiden zu müssen, was der Verzicht auf Nahrung mir noch einmal verdeutlicht hat.

Es war definitiv eine besondere und wertvolle Erfahrung, die ich jedem weiterempfehlen würde! 🙂

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